Bund beteiligt sich mit 450.000 Euro an der Sanierung von Schloss Jägerhof in Düsseldorf

Das Schloss Jägerhof in Düsseldorf-Pempelfort, Sitz des Goethe-Museums, ist in das aktuelle Sonderprogramm des Bundes für national bedeutsame Kulturdenkmäler (Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII) aufgenommen worden und wird mit 450.000 Euro vom Bund gefördert.

Der Düsseldorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Andreas Rimkus erklärt dazu:

„Am heutigen Mittwoch wurden im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages finanzielle Mittel für den Denkmalschutz freigegeben. Auf meine Initiative hin hat die Landeshauptstadt Düsseldorf einen Antrag für das Schloss Jägerhof, Sitz des Goethe-Museums, auf Aufnahme in das Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII des Bundes eingereicht.

Wegen der Vielzahl von Bewerbungen aus dem ganzen Bundesgebiet konnte nur ein Teil der Anträge positiv beschieden werden. Umso mehr freue ich mich deshalb für Düsseldorf, dass der Antrag zur Denkmalschutzsanierung im Schloss Jägerhof erfolgreich war und die anstehenden Sanierungen des Düsseldorfer Goethe-Museums nun mit insgesamt 450.000 Euro aus Mitteln des Denkmalschutz-Sonderprogramms des Bundes gefördert werden.

Mit diesen für die Bürgerinnen und Bürger und den Kulturstandort Düsseldorf guten Nachrichten unterstreicht die Bundespolitik ihre Verantwortung für Kultur und die Denkmalpflege in Deutschland. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, die Bedeutung des Goethe-Museums im Schloss Jägerhof entsprechend zu würdigen.

Mein Dank gilt insbesondere auch Oberbürgermeister Thomas Geisel, der gemeinsam mit seiner Verwaltung und der Ampel-Kooperation die umfassende Sanierung unserer Kulturbauten in Düsseldorf mit hoher Priorität in Angriff genommen hat und die positive Entwicklung des Kulturstandortes Düsseldorf maßgeblich nach vorne bringt.

Das am östlichen Rand des Hofgartens gelegene Schloss Jägerhof wurde in den Jahren 1752-1762 im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von dem Architekten Johann Jospeh Couven im Stil eines Luftschlosses des Spätbarock geplant und von dem berühmten Architekten Nicolas de Pigage erbaut. Goethe hat das Schloss Jägerhof schon 1774 gesehen, als er die Familie Jacobi auf ihrem unmittelbar benachbarten Landsitz „Pempelfort“ besuchte. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt und in den 1950er Jahren von dem Düsseldorfer Architekten Helmut Hentrich wieder aufgebaut. 1984 wurde das Schloss Jägerhof in die Denkmalliste aufgenommen. Seit 1987 ist es Sitz des Goethe-Museums Düsseldorf, welches u. a. die rund 50.000 Objekte umfassende größte Goethe-Privatsammlung der Welt beherbergt.

Ziel der anstehenden Sanierungen ist insbesondere der Erhalt des spätbarocken Schlosses mit seiner historischen Putzfassade, den Natursteinverzierungen sowie der Sprossenfenster. Auch Feuchtigkeitsschäden im Schloss werden behoben werden können.“