9. Juni 2014: Pfingstmontag-Unwetter in Düsseldorf richtet schwere Zerstörungen an

Am 9. Juni 2014 fegt der Orkan „Ela“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 142 km/h über Düsseldorf hinweg und hinterlässt eine Spur der Verwüstung in der gesamten Stadt. Vier Menschen sterben, zehn Bürger und 23 Einsatzkräfte werden verletzt.

Innerhalb kürzester Zeit liefen mehrere hundert Einsatzmeldungen bei der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf auf. Bilanz nach elf Tagen Ausnahmezustand bei der Feuerwehr und weiteren Wochen mit vielen Gefahrenstellen, die im „Normalbetrieb“ abgearbeitet wurden:

  • 8.008 Schadensorte durch den Orkan
  • Zehn verletzte Menschen
  • 23 verletzte Einsatzkräfte
  • Vier Tote – drei davon auf der Henkelstraße als ein Baum auf ein Gartenhaus stürzte
  • Über 3.300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, anderen Ämtern und privaten Firmen waren über Wochen im Einsatz.

Während des Ausnahmezustandes und den vielen Schadensorten durch den Orkan, lief das Tagesgeschäft bei Feuerwehr und Rettungsdienst weiter. So rückten die Einsatzkräfte zu:

– 7.837 Notfalleinsätzen im Rettungsdienst
– 6.044 Krankentransporten
– 868 Feuermeldungen
– 618 technischen Hilfeleistungen und
– 3.317 sonstigen Einsätzen aus.

Alleine auf der Cecilienallee und der Rotterdamer Straße fielen 160 Bäume dem Orkan zum Opfer. Die Feuerwehr war zu akuten Gefährdungen wie beispielsweise Menschen in Fahrzeugen unter Baum, Baum auf Haus oder Baum auf Gartenhütte, anfangs damit beschäftigt Hauptverkehrswege, Bahnstrecken und lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Wasserwerke wieder anfahrbar machen.

Zerstörungen am Rheinufer - Bild: Von wnwtal - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46696208
Zerstörungen am Rheinufer – Bild: Von wnwtal – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46696208

Erst nach einigen Tagen konnte das „normale Leben“ in der Stadt weitergehen. Die Schäden sind noch nach vielen Jahren zu sehen und haben das Stadtbild grundlegend verändert. Wir möchten mit diesem Beitrag uns noch mal bei allen Einsatzkräften der Feuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen, dem Technischen Hilfswerk, den Hilfsorganisationen, der Bundeswehr, vielen städtischen Ämter – vor allem dem Garten- und Friedhofsamt – sowie den unterstützenden Firmen bedanken.

Vor allem gilt unser Dank aber Euch, allen Bürgerinnen und Bürger Düsseldorfs, die uns teilweise mit Applaus an den Einsatzstellen empfangen haben, unseren Einsatzkräften auch spät in der Nacht mit Getränken oder mal einem Stück Kuchen versorgt haben. Dieser Einsatz zeigte mal wieder, wenn es in Düsseldorf hart auf hart kommt, packen alles zusammen an.

Quelle, Text und Titelbild: Feuerwehr Düsseldorf