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4.000 Jahre Siedlungsraum Düsseldorf-Rath |
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Düsseldorf -
Düsseldorf historisch
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Geschrieben von Administrator
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Freitag, 16. Februar 2007 |
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Archäologische Funde beim Bau der A44 im Raum Volkardey zeigten, daß dort die bislang größte Siedlung dieser Zeit am Niederrhein entstand.
Von der Eisenzeit bis in die Gegenwart
Als vor ca. 10.000 Jahren die letzte Eiszeit zu Ende ging wandelte sich die eiszeitliche Grassteppe in eine Tundrenlandschaft mit Pflanzen wie Sanddorn, Wacholder, Beifuß und Fingerkraut sowie zwergwüchsigen Birken und Weiden . Später bildete sich ein Mischwald aus Eichen, Ulmen und Linden. Vor etwa 8.000 Jahren kamen die ersten Sippen von Jägern und Sammlern in das Rheintal. Sie waren jedoch noch nicht seßhaft und zogen weiter, sobald der Wildbestand zu stark dezimiert war. Belege Ihrer Anwesenheit sind nur noch die Zufallsfunde von Feuersteinklingen und Pfeilspitzen auf den Feldern des Gutes Heiligendonk. 4.000 Jahre später gründeten erstmalig Menschen eine Ansiedlung aus weit verstreuten Höfen im Bereich Volkardey. Erstmals wurde auf den fruchtbaren Schwemmlandböden Getreide angebaut und Viehzucht betrieben. Aufgrund von Klimaänderungen und den häufigen Rheinhochwassern wurden die Höfe um 1700 v. Chr. wieder aufgegeben, es blieben nur Gräber im nahen Aaper Wald und Scherben von Tongefässen in Abfallgruben. Ab ca. 700 v. Chr. erfolgte eine erneute flächendeckende Besiedlung, die archäologischen Funde beim Bau der A44 im Raum Volkardey zeigten, daß dort die bislang größte Siedlung dieser Zeit am Niederrhein entstand. Die Häuser und Hütten bestanden aus Holz und Lehm, als Gerüst wurden starke Holzbalken in die Erde eingesetzt ( siehe Bild rechts ), die Lücken zwischen den Balken wurden mit Flechtwerk geschlossen und mit Lehm verstrichen. Es wurden Emmer, Dinkel und Einkorn als Feldfrüchte angebaut, da der agressive Boden der Fundstelle sämtliche Knochenreste zerstört hat kann man nur vermuten, daß als Vieh Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe, vielleicht auch Pferde gehalten wurden. Es bestanden auch schon Handelsverbindungen mit Bewohnern des Mittelrheins, denn man fand Reste von Mahlsteinen aus Eifeler Basaltlava. Gefundene Eisenschlacken und Reste eines Schachtrennofens belegen, daß in der Volkardey schon damals Eisen aus erzhaltigem Sand gewonnen wurde. Wird fortgesetzt!
Quellen: 4.000 Jahre Siedlungsgeschichte im Düsseldorfer Norden Hrsg.: Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Rath und Unterrath Hrsg.: Bürgerverein Unterrath |
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 19. Januar 2008 )
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