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100 Jahre Düsseldorfer Südfriedhof 2004 PDF Drucken E-Mail
Düsseldorf - Düsseldorf heute
Geschrieben von Administrator   
Mittwoch, 31. März 2004

Vor 100 Jahren, am 2. April 1904, wurde nach Angaben der Friedhofsabteilung des Gartenamtes auf dem Südfriedhof die erste Beisetzung vorgenommen. Damit ist der Südfriedhof nach dem vor längerer Zeit geschlossenen Golzheimer Friedhof, dem Friedhof Stoffeln und dem Nordfriedhof der viertälteste Friedhof der Landeshauptstadt.

Zweitgrößter Friedhof der Stadt

Mit rund 47 Hektar Fläche, etwa 30.000 Grabstellen und mittlerweile über 130.000 Beisetzungen ist er zugleich der zweitgrößte der Stadt. "Am Südring gelegen, bildet der Südfriedhof aufgrund seiner architektonischen, landschaftsplanerischen und gärtnerischen Gestaltung einen würdigen Ort für Bestattungen und prägt das Stadtbild", erklärt Bert Gillet, Leiter des Gartenamtes.
Notwendig wurde der Südfriedhof, als die Einwohnerzahl Düsseldorfs Ende des 19. Jahrhunderts stetig zunahm und so auch mehr Gräber erforderlich wurden. Mit dem Bau wurde um 1900 begonnen. Das ursprüngliche Friedhofsgebiet war in Form eines Kreuzes mit Endrondellen angelegt und bestand aus einer Gesamtfläche von etwa 28 Hektar. Vom Haupteingang aus gingen ein Hauptweg, zwei parallele Begleitwege sowie zwei weitere parallele Nebenwege nach Süden. Auch heute noch ist dieser Grundriss erkennbar und prägt die Gestalt des Friedhofs.
Im Gegensatz zur Zeit um 1900, wo man auf Friedhöfen wie Parkanlagen sehr gerne ausländische und exotische Baumarten setzte, wurden auf dem Südfriedhof fast ausschließlich bewährte Landschaftsbäume wie etwa Eiche, Ulme, Linde, Ahorn gepflanzt, die heute vor allem zusammen mit den verschiedensten Landschaftsgehölzen das Bild des Südfriedhofs prägen. Die ältesten Bäume dieser Anlage sind heute noch auf den Seitenwegen als Alleen zu finden.

Alte Kapelle wertet das Friedhofsbild weiter auf

Im Jahr 1908 wurde die nach Plänen des damaligen Stadtbaurats Radtke und des Architekten Decker errichtete Kapelle mit Leichenhaus eröffnet. Durch ihre Form und Größe wertet sie auch heute noch das Friedhofsbild weiter auf.

Südfriedhof ist Gartendenkmal
Im Laufe der Zeit wurde der Südfriedhof dann erweitert und in seiner Gestalt verändert. Kriegsgrabfelder des 1. und 2. Weltkriegs mahnen zum Frieden. Ehrengräber erinnern an bekannte Düsseldorfer Persönlichkeiten, zum Beispiel die ehemaligen Oberbürgermeister Karl Arnold, Georg Glock und Josef Gockeln. Die innere Achse (der ursprüngliche Hauptweg) wurde Mitte der 1960er-Jahre entfernt, als Rasenfläche angelegt und an seinen Rändern wurden attraktive Grabstellen in Sonderlage eingerichtet. Die historische Bedeutung des Südfriedhofs kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die Anlage seit 1994/95 als Gartendenkmal eingetragen ist.
In den neunziger Jahren wurde die Kapelle umfassend saniert, 2001 die komplette Wasserleitung erneuert, das große Eingangstor zum Friedhof originalgetreu wiederhergestellt, und nicht zuletzt wurden 2002 neue Räume zur Abschiednahme fertig.
Im September 2002 rückte der Südfriedhof in den Mittelpunkt, als der Tag des Friedhofs zahlreiche interessierte Bürger anzog und die Möglichkeit bot, sich über verschiedene Aspekte der Friedhofs- und Bestattungskultur zu informieren. "Auch künftig wird der Südfriedhof bei den Bestattungen in der Landeshauptstadt Düsseldorf von großer Bedeutung sein", betont Gillet.

Quelle: Stadt Düsseldorf (duesseldorf.de)

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